Die Objekte bergen die Begehrlichkeit berührt zu werden. In einem intensiv haptischen Prozess entstehen weich und warm anmutende Formen, die im Gegensatz zu ihrem harten und kalten Material (Gips und Beton) stehen.

Figurationen, die einzeln oder als Gruppe Geschichten erzählen. Momentaufnahmen zwischen Entstehung und Auflösung.
Im Wunsch die Objekte be-greifen zu wollen tritt der Beobachter nah oder distanziert in Diskurs mit dem Kunstwerk

Fotos: Sebastian Treese

Das Ausstellungskonzept, 2003

Bestandteil der Ausstellung ist eine supermarktübliche Obst- und Gemüsewaage. Man kann sich ein Objekt aussuchen, stellt es auf die Waage, drückt die Taste 22 mit dem Symbol Kunst, bekommt das Etikett mit dem Preis (10€ pro 100g Kunst), steckt das Objekt in einen kleinen Papierbeutel, klebt das Etikett darauf, nimmt sich eine Tüte und legt das Objekt der  Begierde hinein.

- aussuchen, abwiegen, verpacken, etikettieren, eintüten, zahlen, mitnehmen -

Die alltägliche Handlung wird in den Kunstraum verschoben.
Die Waage: Objet trouvè, Handlung: Action trouvè.

Im Kunstraum steht die alltägliche Situation im Vordergrund – im Alltag das Objekt. Einmalige Aktion – beständige Präsenz.
Der Konsument als Akteur und Bestandteil der Kunst. Die Handlung als Attitüde des Kunstwerks.

Fotos im Kontext der Waage, 2004

Die Objekte werden in den entliehenden Kontext zurückverschoben.
Es entsteht Moment zwischen eingebettet-sein und Eigenständigkeit.

Der Betrachter überträgt die mit der Umgebung verbundenen Empfindungen und spürt beispielsweise die samtig weiche Oberfläche des Objektes.

Der Raum zum Konzept – siehe Olz Bau & Hutz