Die Formen der Häkelskulpturen erinnern an Zapfen, Samen, Knospen oder pilzartige Gebilde. Gedacht waren sie ursprünglich als künstliche Parasiten, die sich in Bäumen und Sträuchern hängend in eine natürliche Umgebung einfügen.

Losgelöst vom Kontext des Waldes präsentieren die “Fruchtkörper” sich nun als autonome Skulptur an der weißen Galeriewand. Rosafarbene Blütenkelche sprießen direkt aus der Wand, schwer hängen die geballten grünen Zapfen vor dem glatten Hintergrund und lenken den Blick auf die feinmaschige Häkelstruktur. In dichten Schichten wuchern die grauen und roten Objekte wie ein blättriger Baumpilz an der weißen Wand und wecken Assoziationen zu ihren natürlichen Vorbildern. Dabei interessiert sowohl das Spiel zwischen dem Künstlichen und dem Natürlichen in der Form, als auch dem Verstecken und Sichtbarmachen der Skulpturen innerhalb verschiedener Ausstellungskontexte.

Fotos: Maik Teriete

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